Leistungen Stefan Wolber

Rufen Sie uns an

Kontaktadresse

Biebricher Allee 69

65187 Wiesbaden

Sprechzeiten

Mo 8:00 – 18:00 Uhr

Di 7:30 – 19:00 Uhr

Mi 8:00 – 17:00 Uhr

Do 7:30 – 19:00 Uhr

Fr 8:00 – 16:00 Uhr

Anfahrt

Parkschild

Leistungen

Vorbeugen, Heilen, Nachsorgen

Der Begriff Physiotherapie entstammt einer Wortprägung aus dem Griechischen:
physis = Natur und therapeia = Behandlung oder Heilung.

Um Gesundheit zu erhalten oder wiederherzustellen bevorzugt sie naturnahe Lebensreize.
Dabei handelt es sich um Reize, auf die der Mensch von Natur aus eingestellt ist, weil sie Eigenschaften seines natürlichen Umfeldes darstellen.

Das sind z. B. Kälte, Wärme, Licht, mechanische Druck- und Zugeinwirkungen sowie Elektrizität.

Auch die besondere Art sich zu bewegen, zu atmen und zu schlafen zählen zu diesen Eigenschaften. Durch die gezielte Anwendung dieser Reize versuchen wir funktionsverbessernd einzuwirken.

Ziel der Therapien ist es, unseren Patienten eine möglichst unbelastete Alltagsbewältigung unabhängig von Fremdhilfe zu ermöglichen oder durch den Einsatz präventiver Therapien die Entstehung von Krankheiten zu verhindern.

Atemtherapie

»Die Atemkraft ist etwas sehr Tiefes! Wir müssen das Körperliche als Lebendiges erleben lernen.«

I. Middendorf

Herkunft

Das Atmen ist ein unbewusster Vorgang und wird den Menschen oft erst bei körperlicher Anstrengung oder seelischer Belastung bewusst. Atemtherapie ist ein Erfahrungs- und Entwicklungsweg. Vor 60 Jahren entwickelte Prof. Middendorf die Lehrweise des „Erfahrbaren Atems“. Dabei werden die Gesetze und Regeln des unbewussten Atems kennen gelernt und ein neuer Zugang zum Körper, Geist und Seele entdeckt.

Anwendungsbereiche

Die Atemtherapie kann zur Heilung oder Linderung körperlicher und auch seelischer Leiden eingesetzt werden.

Neben der Therapie von Atembeschwerden gibt es bspw. auch folgende Anwendungsbereiche:

  • Kreislaufstörungen
  • Schlafprobleme
  • Rücken- und Gelenkschmerzen
  • Stress
  • Konzentrationsschwäche
  • Kopfschmerzen
  • psychosomatische Beschwerden
  • Erleichterung während Schwangerschaft und Geburt

Methoden

Zwei Formen der Atemtherapie werden praktiziert. In der Einzelbehandlung, die vorwiegend im Liegen ausgeführt wird, fördert die Therapeutin den Atemfluss mit Hilfe von Atemmassage. Im Gruppenunterricht gibt sie bestimmte Bewegungsabläufe vor, die sitzend, stehend, liegend und in Bewegung ausgeführt werden. Die Qualität des Atemflusses wird durch Bewegungs-, Wahrnehmungs- und Stimmübungen verbessert.

Die Atemtherapie ist eine schonende Behandlungsmethode ohne Nebenwirkungen.

Beckenbodengymnastik

Der Beckenboden besteht aus drei Muskelschichten, die übereinander liegen und somit den Boden des Rumpfes bilden. Diese Muskulatur hat die Funktion des Festhaltens und Verschließens, aber auch des Öffnens und Loslassens – täglich im Einsatz bei der Ausscheidung von Urin und Stuhl, besonders wichtig auch bei der Geburt eines Kindes.

Organe werden von den Beckenbodenmuskeln im Bauchraum gehalten, Gebärmutter und Blase gestützt, die Schließmuskeln können willentlich gesteuert werden.

Zu Beschwerden, beispielsweise unkontrolliertem Harnverlust, kommt es, wenn das Gewebe zu weich und nachgiebig ist oder eine Verspannung vorliegt.

Ziel

Ziel der Beckenbodengymnastik ist zunächst das bewusste Finden und Spüren der Beckenbodenmuskeln. Gezielte Übungen zur An- und Entspannung, kombiniert mit der richtigen Atmung, stärken das Muskelsystem.

Das Beckenbodentraining ist ebenso als Rückbildungsgymnastik nach einer Geburt besonders wichtig, gleichfalls zur Therapie und Vorbeugung der vorgenannten Beschwerden. Für die Stabilisierung und Balance unseres Körpers sind nicht nur Bauch- und Gesäßmuskeln entscheidend, sondern auch gut funktionierende Beckenbodenmuskeln. Besondere Trainingsformen mit speziellen Übungsgeräten und Feedbackmöglichkeiten können die Therapie ergänzen.

Der erstarkte Beckenboden gibt nicht nur der Blase wieder neuen Halt, sondern gleich dem ganzen Menschen.

Cyriax-Techniken

Ursprung / Herkunft

Die Therapie ist ein Teil der orthopädischen Medizin nach Cyriax, die von dem Orthopäden Dr. James Cyriax entwickelt wurde. Diese Methode dient grundsätzlich der nichtoperativen Orthopädie und stellt eine umfassende Form der Gelenk- und Weichteilbehandlung dar.

Anwendungsbereiche

Einsatzgebiete dieser Therapie sind: Schulterschmerzen, Tennisellbogen, Achillessehnenreizungen sowie Bänder- und Kapseldehnungen an allen Gelenken.

Voraussetzung für alle Behandlungen ist eine intensive Diagnostik der betroffenen Strukturen. Diese erfolgt durch einen Tast- und Funktionsbefund.

Der behandelnde Therapeut führt vorerst eine aktive, passive und isometrische Bewegungsprüfung durch, die ihm wichtige Informationen über alle zu einem Gelenk zugehörigen Strukturen gibt. Durch diese genaue Lokalisation des Schmerzes wird eine gezielte Behandlung des Patienten möglich.

Methode

Die Therapie enthält Dehnungstechniken zusammenziehbarer Strukturen, Mobilisationstechniken von Gelenken und Querfiktion. Die Querfiktion ist eine nachlassende Spezialmassage, die an Muskel-Sehnenübergängen und Sehnen-Knochenübergängen ausgeführt wird.

Ziel

Schmerzreduzierung und Erhöhung der Beweglichkeit

Eistherapie

Die Eistherapie wird auch Kryotherapie bzw. Kaltlufttherapie genannt.

Bei dieser Therapieform wird dem Körper durch eine kurzzeitige Eisanwendung örtlich Wärme entzogen. Hierdurch verengen sich die Gefässe, die Durchblutung der Haut wird lokal beeinflust. So können Entzündungsreaktionen verringert und der Zellstoffwechsel gezielt gedrosselt werden. Sie fördert die Durchblutung und lindert Schmerzen bei akuten Entzündungen oder frischen Verletzungen. Der Flüssigkeitsaustritt aus Blut- und Lymphgefässen wird verringert, schmerzhafte Muskelverpannungen günstig beeinflusst.

Anwendungsbereiche

Bei Lähmungszuständen wird die Eistherapie zur Tonuserhöhung der Muskulatur eingesetzt.

Einige Anwendungsgebiete im Überblick:

  • Therapie nach Operationen
  • Vorbereitung und Unterstützung einer krankengymnastischen Behandlung
  • Therapie nach Operationen
  • Verstauchungen
  • Prellungen
  • Quetschungen
  • entzündliche oder verschleißbedingte Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen
  • Weichteilrheumatismusspastische Muskelverspannungen

Methoden

Die Behandlung erfolgt mittels Kälte-Gelpackungen oder auch durch direkte Abreibung (Eismassage, Eiseinreibung). Außerdem möglich ist der Einsatz eines speziellen Therapiegeräts, das Raumluft ansaugt und diese in therapeutisch wirksame Bereiche bis zu -30°C abkühlt. Ein Schlauch gibt diese abgekühlte Luft während der Behandlung ab. Je nach Dauer der Anwendung erreicht man mit der Kälte die Haut, darunter liegendes Gewebe oder Gelenke.

Elektrotherapie

Ursprung / Herkunft

Schon seit dem 19. Jahrhundert ist bekannt, dass der elektrische Strom zu Heilzwecken eingesetzt werden kann. Die Wirksamkeit der Elektrotherapie ist seit 1972 wissenschaftlich nachgewiesen und anerkannt. Bei dieser Therapie wird der Körper mit elektrischen Strömen behandelt. Eingesetzt werden sowohl Gleich- als auch Wechselströme.

Anwendungsbereiche

Die Elektrotherapie wird unter anderem zur Schmerzbehandlung, bei Durchblutungsstörungen, Erkrankungen des Bewegungsapparates, Lähmungen und Muskelschwäche angewandt.

Methode

Je nach Erkrankung kommen verschiedene Formen der Therapie zum Einsatz. Bei der Reizstromtherapie wird mit niederfrequenten Impulsströmen gearbeitet. Die gewählten Stromimpulse unterscheiden sich – wie auch bei der Elektrogymnastik – in Intensität, Dauer und Impulsabfolge des Reizstroms.

Während bei Galvanisation konstant fließender Strom über die Haut fließt, wird bei der Kurzwellentherapie durch eine hochfrequente, entspannend kurzweilige elektromagnetische Energie im Körper Wärme erzeugt.

Bei der TENS (Transkutane elektrische Nervenstimulation) wird über die Elektroden ein schwacher Stromreiz in das Nervensystem weitergeleitet. Eine Blockade soll die natürliche Weiterleitung des Schmerzes zum Gehirn verhindern. Bei der Iontophorese wird unter eine Elektrode das Gel aufgetragen, wodurch die jeweils gleich gepolten Ionen in Richtung der Gegenelektrode fließen.

Weitere Anwendungsformen des elektrischen Stromes sind Vier-Zellenband sowie die Reizstrommassage.

Ziel

Schmerzreduktion, Druchblutungsförderung, Verbesserung der Nervenfunktion

Elektrotherapie darf prinzipiell nur von medizinisch ausgebildetem Personal durchgeführt werden.

Funktionsanalyse (nach Dr. Brügger)

Die Therapie zur Behandlung der Funktionskrankkheiten wurde nach dem Schweizer Neurologen Dr. med. Alois Brügger benannt. In seinen Publikationen verdeutlicht er seine Ansicht, dass zahlreiche, als „Rheumatische Beschwerden“ bekannte Erkrankungen des Bewegungsapparates auf Fehlleistungen von Wirbelsäule und Gelenken durch eine krumme Körperhaltung im Alltag zurückzuführen sind.

Anwendungsbereiche

Zu den häufigsten Beschwerden in diesem Bereich gehören Kreuzschmerzen, Nacken- Schulter- und Armschmerzen, ausstrahlende Schmerzen in den Beinen sowie Abnutzungserscheinungen an den Gelenken.

Methode

Die physiotherapeutische Behandlung nach Brügger konzentriert sich auf die im Befund erkennbaren muskulären Ungleichgewichte. Das muskuläre Gleichgewicht wird mit aktiven Maßnahmen wie Bewegungen gegen Widerstand des Therapeuten oder mit Therabändern wieder hergestellt. Als unterstützende Maßnahmen sind Wärmepackungen, heiße Rollen, Laser und Entlastungslagerungen im Brügger-Entwurf enthalten.

Ziel

Mit der Anwendung der Brügger-Methode wird eine aufrechte Körperhaltung im Arbeitsalltag erlernt, die Statik des gesamten Körpers korrigiert, die verkürzten Muskeln werden gedehnt sowie Muskelkontrakturen gelöst.

Kiefergelenktherapie

Das Kiefergelenk nimmt durch seine kombinierte Dreh- und Gleitfunktion als Doppelgelenk eine Sonderstellung im Körper ein. Für die Zerkleinerung der Nahrung ist ein perfektes Zusammenspiel der Zähne, des Kiefergelenks und der Muskulatur notwendig. Symptome wie Verspannungen der Kau-, Hals- und Nackenmuskulatur, Schluckbeschwerden, Kiefergelenkgeräusche und -schmerzen sowie starke Kopfschmerzen im Schläfenbereich deuten auf ein erkranktes Kiefergelenk. Hervorgerufen werden Erkrankungen des Kiefergelenks durch psychische Faktoren wie beispielsweise Stress, Überbelastung oder Probleme. Zu den Ursachen gehört aber auch das Knirschen und Pressen mit den Zähnen.

Methode

Neben den zahnärztlichen Behandlungsmethoden der Kiefergelenkerkrankungen werden die Beschwerden unter anderem durch Mikrowellenbestrahlung, Softlaserbestrahlung, Rotlichtbestrahlung oder Injektionen von Heilanästhesiemitteln in den Kiefergelenkbereich gelindert.

Eine entscheidende Rolle in der Behandlung spielt aber auch die Physiotherapie. Hierbei wird durch manuelle Techniken eine Entlastung der Gelenke herbeigeführt. Durch krankengymnastische Übungen wird die Kaumuskulatur entspannt und trainiert sowie die Halsmuskulatur entlastet. Neben den Sofortmaßnahmen ist eine Behandlung mit Aufbiss- oder Bissführungsschienen notwendig, die einseitigen Belastungen oder ungleichmäßigen Zahnkontakten entgegenwirken.

Da die möglichen Ursachen einer Kiefererkrankung vielfältig sind, sollte eine Behandlung methodenübergreifend ausgerichtet sein. Die Mitwirkung des Patienten sowie seine Selbstbeobachtung sind sehr wichtig. Entspannungstechniken wie Yoga oder autogenes Training finden in diesem Bereich immer häufiger Anwendung.

Kinesiotaping

Ursprung / Herkunft

Entwickelt wurde das Kinesiotaping-Verfahren von Dr. Kenzo Kase, einem japanischen Chiropraktiker und Kinesiologen. Dieser setzte es erstmals zur Behandlung sehr unterschiedlicher Verletzungen und Krankheitsbilder ein.

Grundlage für seinen Ansatz waren zwei Faktoren: Zum einen die Erkenntnis, dass die Haut eine entscheidende Rolle als größtes Reflexorgan des menschlichen Organismus spielt. Zum anderen wusste Dr. Kase um die Möglichkeit, durch gezielte Muskelbewegungen Heilung und Regeneration zu fördern.

Das Besondere am Kinesiotaping ist – wie der Name schon sagt – die Bewegung (Kinesiologie = Bewegungslehre). Im Gegensatz zur schon vorher bekannten Arbeit mit Bändern in der Therapie entwickelte Dr. Kase daher ein ganz besonders beschaffenes „Klebeband“ (das Kinsesio-Tape), welches aus Baumwollstoff hergestellt wird und längselastisch und extrem dehnbar ist. Zudem ermöglicht es durch seine spezielle Beschaffenheit die Zirkulation von Luft und Flüssigkeit. Nach dem Vorbild von Haut und Muskeln kann sich das Kinesio-Tape ausdehnen und wieder zusammenziehen.

Anwendungsbereiche

Wenige Methoden verfügen über ein vergleichbar großes Behandlungsspektrum wie das Kinesiotaping.

Die Therapieform kann die Muskelfunktion verbessern und damit die Beweglichkeit sowie die Muskelaktivität unterstützen. Zudem ist es möglich, auf diesem Wege das Lymphsystem aktiv zu fördern (beispielsweise bei Lymphstauungen oder Hämatomen). Im Bereich der Schmerztherapie können Schmerzen zum Teil erheblich reduziert werden. Auch die Gelenke lassen sich gezielt durch Kinesiotaping unterstützen.

Weitere Anwendungsgebiete sind:

  • HWS-Syndrom
  • Ischalgie
  • Karpal-Tunnel-Syndrom
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Nervenschmerzen
  • Neurologische Erkrankungen des Bewegungsapparats
  • Reizung der Achillessehne
  • Skoliosen
  • Spastik
  • Tennisellenbogen
  • Verletzungen der Muskeln
  • etc.

Methode

Das Kinesiotape macht es möglich, die Spannung der Muskulatur zu steigern oder zu senken – abhängig von der Positionierung am Körper. Dabei erfährt die Beweglichkeit keinerlei Einschränkung.

In einigen Fällen kann durch Kinesiotaping sogar erreicht werden, dass zuvor sehr eingeschränkte oder unmögliche Bewegungsabläufe wieder funktionieren.

Einmal am Körper befestigt, kann das Kinesiotape mehrere Tage ohne Verlust der Wirksamkeit getragen werden.

Krankengymnastik

Der Begriff „Krankengymnastik“ wird den modernen Anforderungen physiotherapeutischer Verfahren inzwischen nicht mehr gerecht, weil nicht nur „Kranke“ die Leistungen in Anspruch nehmen und „Gymnastik“ als Leibes- und Körperübung die verwendete Methodenvielfalt sehr einschränken würde.

Inzwischen hat sich das Berufsfeld weiterentwickelt, das erweiterte Verständnis lässt sich in der Bewegungstherapie zum Ausdruck bringen. Bewegungstherapie bildet die Hauptaufgabe der Physiotherapie. Sie ist ein dynamischer Prozess, der sich an die Steigerung der Belastbarkeit im Verlauf des Heilungsprozesses anpasst.

Lymphdrainage

Ursprung / Herkunft

Obwohl es die ersten Beschreibungen und Erkenntnisse des Lymphgefäßsystems schon im 16. Jahrhundert gab, wurde die Wirksamkeit der Lymphdrainagebehandlung erst in den 70er Jahren von Dr. Asdonk wissenschaftlich bewiesen. Im Jahr 1974 führte er sie in die klinische Medizin ein und erlangte somit auch die Kassenberechnungsfähigkeit. Manuelle Lymphdrainage ist die Ab- und Weiterführung der Gewebsflüssigkeit über Gewebsspalten bzw. Lymphgefäße.

Anwendungsbereiche

Diese Therapie findet ihre Anwendung bei Lymph- und/oder Lipödemen, Lipolymphödemen sowie postoperativen Schwellungen.

Weiterhin kann sie bei allen Arten von Verspannungen, Magen- und Darmbeschwerden, chronischen Verstopfungen sowie Schmerzzuständen und Schlafstörungen Anwendung finden.

Methode

Das Prinzip dieser speziellen und sanften Form der Massage beruht auf einer bestimmten Grifftechnik. Entlang der Lymphwege wird mit kreis- und spiralförmigen Griffen ein Druckabstieg, dann ein Druckabfall und anschließend eine drucklose Phase erzeugt.

Um eine Reödematisierung des Gewebes nach der Behandlung zu vermeiden, wird meist eine Bandagierung oder Kompressionsbestrumpfung vorgenommen.

Mit dieser Methode können verschiedene Arten von Ödemen behandelt werden. Auch während der Schwangerschaft ist sie schonend und äußerst wirkungsvoll.

Ziel

Lymphdrainagen wirken stärkend auf das Abwehrsystem des Körpers, entwässern, entgiften und beruhigen.

Manuelle Therapie

Das OMT Kaltenborn-Evjenth Konzept ist ein physiotherapeutisches Untersuchungs- und Behandlungskonzept, das sich mit den somatischen Dysfunktionen eines Körperteiles, Körperabschnittes bzw. des gesamten Körpers befasst. Ein wichtiger Teil der Therapie ist die Instruktion des Patienten zur Selbstbehandlung. Hierzu gehören die Unterweisung in Automobilisation, Kräftigung und Koordination sowie ergonomische Hinweise. So wird der erzielte Behandlungserfolg beibehalten, Rückfälle werden vermieden.

Methode

Die Untersuchung ist einer der wichtigsten Bestandteile des Kaltenborn-Evjenth-Konzepts. Zunächst wird die Verbindung der Symptome des Patienten zur Quelle der Beschwerden hergestellt, es folgt die Suche nach der Dysfunktion des betroffenen Körperabschnittes und der betroffenen Struktur. Hier fließen selbstverständlich auch die Ergebnisse der ärztlichen Untersuchung ein.

Die zusammenfassende Beurteilung ergibt dann die vorläufige Diagnose, von der ausgehend die erste Behandlungssitzung geplant wird. Kontrolltests während der Behandlung dienen der stetigen Überprüfung des Behandlungseffektes. Basierend hierauf werden Diagnose und Behandlungsplan angepasst. Diese Vorgehensweise lässt es zu, eine individuelle und effektive Therapie durchzuführen.

Anwendungsbereiche

Störungen im arthro-, neuro- und / oder muskulären System, bei denen sich die Behandlung nicht auf Grund einer Kontraindikation verbietet.

Ziel

Ziel ist eine möglichst optimale, der Ursache angepasste Wiederherstellung der Gesundheit des Patienten unter Beachtung der individuellen physiologischen, pathophysiologischen und anatomischen Gesichtspunkte.

Medizinische Trainingstherapie, KG-Gerät

Ursprung / Herkunft

Das Training im Rahmen der medizinischen Trainingstherapie ist ein wichtiger Bestandteil der Rehabilitation. Entwickelt wurde es aus dem Aufbautraining, das Sportler nach einer Verletzung ausführen, um ihre sportliche Tätigkeit schneller wieder aufnehmen zu können.

Anwendungsbereiche

Inhalte der medizinischen Trainingstherapie sind: allgemeines und lokales Ausdauertraining, Muskelaufbautraining, Verbesserung der innen- und zwischenmuskulären Koordination, Entwicklung von Kraftqualitäten des täglichen Lebens, Reaktionstraining sowie Koordinationstraining auf hohem Niveau.

Methode

Das Training wird an spezifischen Kraft- und Zugmaschinen ausgeführt. Die Geräte sind individuell für jeden Patienten (Kunden) einstellbar, ersetzen jedoch nicht die Therapie, sondern dienen als Brücke von den physiotherapeutischen Behandlungstechniken zum komplexen Training an den Geräten.

Ziel

Ziel der Therapie ist eine deutliche Verbesserung der muskulären und körperlichen Leistungsfähigkeit im beruflichen und sportlichen Bereich.

Osteopathie auf ärztliche Verordnung

Der amerikanische Arzt, Dr. Andrew Tylor Still (1828–1918) entwickelte ein neues, ganzheitliches medizinisches System: die Osteopathie.

Alle Strukturen des Körpers sind über bewegliche Faszien miteinander und untereinander verbunden.

  • das knöcherne und muskuläre System zur Bewegung des Körpers im Raum
  • das viscerale System der Organe zur Aufnahme und Abgabe von Stoffen
  • das steuernde und reagierende System des Gehirns und der Nerven der Peripherie
  • das versorgende System, der zuführenden und abführenden Gefäße – die Arterien, Venen und Lymphbahnen

Bewegung und freie Beweglichkeit erschafft und erhält die Funktion dieser Gesamtheit. Dort, wo keine Bewegung im Körper stattfindet, findet kein Stoffwechsel – keine Zellernährung statt. Ursachen für Verlust von Beweglichkeit können sein Traumen, Entzündungen, Vernarbungen, Fehlsteuerung durch Stress, Nahrungsprobleme. Ein Bewegungsverlust wirkt sich aus auf die Beweglichkeit und Funktion des gesamten Systems.

In der Behandlung wird der Therapeut durch eine manuelle Untersuchung diese Bewegungsverluste aufspüren und mittels osteopathischer Bahandlungstechniken mobilisieren. Ist die Beweglichkeit zurück, findet Durchblutung und Stoffwechsel wieder statt. Dann können die Selbstheilungskräfte des Körpers wirksam werden.

Zur Anwendung kann die Osteopathie bei allen funktionellen Störungen kommen oder begleitend und unterstützend bei vielen Erkrankungen, die eine ärztliche Behandlung benötigen.

Neurophysiologische Krankengymnastik / PNF

Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation (PNF) ist eine Ganzkörperbehandlung, die von der Physiotherapeutin Maggie Knott in den USA entwickelt wurde und auf den neurophysiologischen Arbeiten von Dr. Kabat basiert. PNF bedeutet das Zusammenspiel von Nerven und Muskulatur. In der Physiologie (Wissenschaft von normalen Lebensvorgängen und Funktionen des menschlichen Organismus) ist damit die Reizbildung sowie Reizleitung im nervalen und muskulären System für ein sinnvolles Zusammenspiel aller Muskeln und Gelenke des Körpers gemeint.

Anwendungsbereiche

Diese Methode wird bei Erkrankungen des zentralen Nervensystems (z.B. Ataxie, Multiple Sklerose, Rückenmarkserkrankungen, Zerebralparesen), in der Traumatologie (z. B. nach Frakturen, Muskel-, Band- oder Sehnenverletzungen) sowie in der Orthopädie (z.B. nach Wirbelsäulenoperationen) angewandt.

Methode

Der Patient führt in verschiedenen körperlichen Positionen spezielle Bewegungsmuster (PNF-Pattern) aus. Die „Pattern“ laufen in Diagonalen über mehrere Gelenke und aktivieren große Muskelketten. Mit der Stimulation der propriozeptiven Sinnesorgane (z.B. Muskel, Sehen, Haut) durch den Therapeuten werden diese Bewegungsabläufe gefördert, sodass die gemeinsame Funktion von Nerven und Muskulatur neu wahrgenommen und wieder normalisiert wird.

Ziel

Ziele dieser Methode sind: Normalisierung der Muskelspannung, Koordinierung physiologischer Bewegungsabläufe, Abbau pathologischer Bewegungsmuster sowie Muskelkräftigung und Muskeldehnung.

Reflexzonentherapie

Grundlage

Die wissenschaftliche Grundlage der Reflexzonentherapie bilden pathologischen Erkenntnisse zur körperlich-seelischen Einheit unseres Organismus. Dessen Einzelteile und das einheitliche Ganze beeinflussen sich gegenseitig, wobei die Wechselbeziehungen über verschiedene Funktionskreise und Steuerungseinrichtungen ablaufen.

Da keine Krankheit lokal abläuft, sondern immer der ganze Mensch betroffen ist, verursacht jedes pathologische Geschehen auch entsprechende Reaktionen in den funktionell verbundenen Geweben und Organen, meist in den von gleichen Rückenmarksabschnitten versorgten Reflexzonen.

Anwendungsbereiche

Die komplexe Reflexzonentherapie nach Jost Thomas ist eine Behandlungsmethode, die auf den ganzen Körper Einfluss nimmt:

  • auf den Bewegungsapparat
  • auf die inneren Organe (inkl. endokrines System)
  • auf das periphere
  • und das zentrale Nervensystem (inkl. emotionales Zentrum)

Dementsprechend vielfältig sind die Einsatzgebiete der Reflexzonentherapie.

Ziel

Die Beseitigung der durch diese Reflexionen entstandenen Beschwerden in Haut, Muskulatur, Bindegewebe und Periost durch gezielte Therapie trägt dazu bei, die gesunde Ordnung wieder herzustellen. Eine sinnvolle und notwendige Ergänzung jeder lokalen Therapie.

Schlingentisch- / Traktionstherapie

Methode

Bei der Schlingentischtherapie werden Teile des Körpers oder der ganze Körper in Schlingen gehängt. Dadurch wird die Schwerkraft aufgehoben, Wirbelsäule und Gelenke werden entlastet. Auf diese Weise können Bewegungen, die sonst nur eingeschränkt möglich oder schmerzhaft wären, erheblich leichter und schmerzfrei ausgeführt werden.

Die Schlingentischtherapie kann sehr gut mit anderen Therapieformen kombiniert werden, wie z. B. mit der Manuellen Therapie, Traktionen und der Wahrnehmungsbehandlung.

Anwendungsbereiche

  • Schmerzen (besonders im Bereich der Wirbelsäule sowie in den Hüft-, Nacken- und Schultergelenken)
  • Lähmungen
  • Kontrakturen

Ziel

Ziel ist die Linderung der oben genannten Beschwerden. So kann der Patient nach der Behandlung beispielsweise flächiger liegen, freier atmen, länger sitzen, aufrechter stehen und leichter gehen.

Skoliosebehandlung nach Schroth

Ursprung / Herkunft

Skoliose ist eine seitliche Verbiegung der Wirbelsäule, welche mit einer Drehung der Wirbelkörper einhergeht. Die Ursachen für diese Veränderungen sind vielfältig und unterschiedlicher Natur. Die dreidimensionale Skoliosebehandlung nach Schroth wurde von Katharina Schroth zwischen 1910 und 1920 entwickelt und ist eine deformitätsspezifische Rückenschule, die der Skoliose entgegenwirkt.

Anwendungsbereiche

Man findet Skoliosen in Verbindung mit Lähmungen, bei Nervenerkrankungen, knöchernen Veränderungen, bei Fehlbildungen, Wirbelbrüchen, Entzündungen und Muskelerkrankungen. In den meisten Fällen lässt sich jedoch keine Ursache feststellen, hier handelt es sich um die so genannte idiopathische Skoliose.

Methode

Die Aufgaben der Skoliosebehandlung nach Schroth sind:

  • aktive Haltungskorrektur von Wirbelsäule und Brustkorb unter Berücksichtigung aller vorhandenen Krümmungen
  • Veränderungen des Haltungsgefühls durch selbstständige Wiederholung der Haltungskorrekturen, durch reflektorische Aktivierung der korrigierenden Haltungsmuskulatur und durch submaximale Spannung der Haltungsmuskulatur in optimaler Korrektur
  • Unterstützung der Haltungskorrektur durch die Korrektur-Atmung, welche über den langen Rippenhebel eingesunkene Rumpfanteile zu füllen vermag, das skoliotische Atemmuster korrigiert
  • sagittale Atemexkursion entgegen dem Flachrücken

Ziel

Tägliches, intensives Training, besonders bei Jugendlichen in der Wachstumsphase, formt ein für den Patienten optimales Haltungsbewusstsein.